Gesund, lebendig, biodynamisch

Arbeitsgemeinschaft für die Biologisch Dynamische Wirtschaftsweise
Sektion Südtirol

37°

warm sollte das Wasser zum Dynamisieren der Präparate sein

90 JAHRE

biodynamische Landwirtschaft in Südtirol.

200

biodynamische Betriebe in Trentino-Südtirol.

15.000 t

Äpfel reifen auf gesunden biodynamischen Böden in Trentino Südtirol.

9 MONATE

braucht die Umwandlung von Mist in Kompost.

1.489 ha

biodynamisch bewirtschaftete Fläche in Trentino-Südtirol.

Mitglied werden – und Teil einer starken Gemeinschaft sein

Seit wann gibt es die biodynamische Landwirtschaft?

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft gibt es seit 1924, sie ist somit die „Mutter“ des heutigen Bioanbaus. Sie entstand als Antwort auf die Frage, was denn der Ausbeutung
der Erde und der schwächelnden Vitalität der Lebensmittel durch moderne Dünge- und Spritzmittel und der fortschreitenden Intensivierung der Landwirtschaft entgegengesetzt werden könnte…

Worin liegt der Unterschied zwischen biodynamischer Landwirtschaft und dem herkömmlichen Landbau?

Die Grundlage der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ist die Anthroposophie. Diese betrachtet den landwirtschaftlichen Betrieb als individuellen Organismus mit besonderen Eigenheiten und berücksichtigt auch die spirituelle Ebene des Lebens. Damit hebt sie sich von der herkömmlichen Landwirtschaft ab…

Ein Gastkommentar von Christian Drescher:

Schädlinge vertreiben, nicht töten!

Schädlinge sind Lebewesen, welche sich von Pflanzen ernähren, die die Landwirte gerne ernten möchten. Üblicherweise werden sie deshalb „vernichtet“, d.h. massenhaft getötet, auch in der Biolandwirtschaft. Ähnliches gilt für die Beikräuter („Unkräuter“). Dass es auch anders geht, zeigte kürzlich Ivo Bertaina in einem Seminar der Arbeitsgemeinschaft für die biodynamische Wirtschaftsweise.

Das Prinzip klingt einfach und ist aus der Homöopathie bekannt: Man nimmt etwas von dem, das man loswerden will, vermischt es gut mit einer neutralen Trägersubstanz und wendet es an. Genauso wie homöopathische Mittel die Krankheit vertreiben, vertreiben die richtig hergestellten biodynamischen Treibmittel die unerwünschten Lebewesen aus den landwirtschaftlichen Kulturen.

Dieses Prinzip und einige Angaben zu Herstellung und Anwendung führte bereits Rudolf Steiner 1924 in seinem landwirtschaftlichen Kurs an. In der biodynamischen Landwirtschaft wurde es weiterentwickelt und unter dem Namen „Veraschung“ bekannt.

Im Lauf der Zeit wurden verschiedene Varianten entwickelt, welche mehr oder weniger erfolgreich angewandt wurden. Vieles ist dabei zu beachten, Konstellationen, Art der Potenzierung, verwendete Teile usw. Ivo Bertaina, langjährig biodynamisch und anthroposophisch tätig, studierte die Materie von den Anfängen an neu und kam zu seiner eigenen Variante. Er hat damit gute Erfolge, sei es bei diversen Schadinsekten, als auch bei Wildschweinen.

Das Faszinierende an dieser Methode ist, dass sie von jedem Landwirt von A bis Z selbst durchgeführt werden kann und dass sie bei allen Organismen funktioniert, von Pilzen bis zu den Säugetieren. Die Lebewesen werden nicht getötet, sondern aus den Bereichen vertrieben, wo sie Schäden anrichten. Im Idealfall hat jeder biodynamische Bauernhof Bereiche wie Wälder, Hecken oder Feuchtgebiete, wo diese Wesen sich aufhalten können ohne Schaden anzurichten.

(Februar 2019)